15. September 2008
Nach einem wundervollen Urlaub in Südindien, in Kerala, voll mit vielen eindrucksvollen, unterhaltsamen und lustigen Erlebnissen wie z.B.:
- Menschen:
Ein zustimmendes Kopfnicken wie bei uns in Deutschland wird durch ein Kopfwackeln angezeigt- Kunst: Mit sehr! viel Schminke können sich Männer in komplett andere Wesen verwandeln.
- Trinken: „Shark Tooth“ (43%ige indische Wodkamarke), lustiger als das Trinken dieses Wassers war dann aber doch der Erwerb. Der Schnapsladen war wie eine Festung gesichert, der Ladentisch nur von einer Seite und durch Gitterstäbe vom Verkäufer getrennt ersichtlich. Man bestellt dann das gewünschte Getränk, bekommt es in Zeitungspapier eingepackt ausgehändigt, bezahlt und geht dann leicht beschämt dreinblickend davon.
- Essen:„Sadya“ = Bananenblatt (als Essensgrundlage) für den Reis mit vielen Sossen zum alles mit der
Hand essen, traditionell zum Onam-Fest (vergleichbar mit unserem Erntedank)- Landschaft: Sonnenuntergang mit einem Himmelsbild zum Explodieren
-Natur: Glühwürmchen (und natürlich Mücken en masse) bei Anbruch der Dämmerung
- Wellness: Aryuveda-Massage mit abschliessendem in einer Holzbox-Sitzen (incl. einem Guckloch für den Kopf)
- Zeitvertreib: Unser Bollywood-Filmkarrierestart (als Statisten)
- Tiere: Elefanten sehen in ca. 5 km Entfernung auch nicht grösser aus als ein Stein in der Landschaft. Gute Augen sind daher von Vorteil!
- Wetter: Alle möglichen verschiedenen Arten von Regen miterlebt zu haben (und dennoch nicht im Ansatz depressiv zu werden)
- Männer: Die Erkenntnis, das wirklich 99% aller Männer in Südindien einen Schnurrbart tragen (weils dort anscheinend Mode ist, also kein religiöser Grund oder so ;) und die Begegnungen mit dem „First Ranger“, „Shaft“ und dem „Zirkuspferdchen“ (die einzelnen Erklärungen dazu geb’ ich dann mal im direkten Gespräch ab, dann ist’s unterhaltsamer)
- Küche: Curry und Kokosnussmilch/-oel in allen Variationen
- Getier: Auch in Indien können Kakerlaken fliegen (wie in Vietnam, was ich auf überraschende Art & Wei
se auch lernen musste)- Umgebung: So wie der Reis vor allem bei der Landbevölkerung hier in Vietnam noch immer den Lebensalltag bestimmt, ist es dort im Süden Indiens das Wasser, besonders in den Gebieten der wunderschönen „Backwaters“
- Tourismus: Wenn Nebensaison ist, erhält man als reisender Gast oft mehr Service und Unterstützung als einem lieb und/oder Recht ist. Die Gabel durfte ich zumindest beim Essen noch selbst zum Mund führen…
- Für weitere Interessenten: Mittwochs ist immer Kuhmarkt in der Nähe von Thekkady und ein Elefant kostet umgerechnet soviel wie bei uns eine Arbeitsgerät in der Landwirtschaft, was ein guter Vergleich ist, denn die Tiere werden in Indien u.a. als Nutztiere und zur Hilfe bei der Landwirtschaft gehalten.
bin ich seit
gestern wohlbehalten, erfüllt von all den Eindrücken und sehr gut erholt wieder zurück in Hanoi. Und gleich pünktlich zu meiner Rückkehr wurde gestern auch das Fullmoon-Festival gefeiert. Es gab wie immer seit Wochen die Mondkuchen zu kaufen. Als Highlight in diesem Jahr kam aber für mich dazu, das ich erstmals das Spektakel am Abend hier bei mir in der Nähe vom Wohnhaus mitbekommen habe. Da waren rund um den Westlake Menschenmassen unterwegs um zum Feiertag und in Gedenken der Ahnen, unzählige Papierlaternen (die sahen ungelogen wie megagrosse Kondome oder Tüten aus, mit in Öl getränkten Lappen am unteren Ende, die angezündet und dann zum Fliegen losgelassen wurden). Es waren Hunderte dieser Laternen am Himmel zu sehen und hier am Westlake konnte ich das komplette Ufer überblicken und hatte einen tollen Blick.
