Trixi in Vietnam

Saturday, July 21, 2007

21. Juli 2007
Vor 2 Wochen bin ich für ein Wochenende mal wieder aus der Stadt rausgekommen und habe eine Freundin in der Nähe von Hue (Zentralvietnam) besucht.
Sina arbeitet beim DED und ist bei einem Projekt im Bach Ma Nationalpark tätig. http://www.bachma.vnn.vn/
Ich hatte schon lange geplant, sie dort einmal zu besuchen und mir die Gegend im Nationalpark anzuschauen, und endlich hat es geklappt.

Ich flog am Freitagabend nach Hue (natürlich gleich mit einstimmender Verspätung von 1.5 hrs durch Vietnam Airlines...) aber Sina hielt tapfer am Flughafen aus und wartete auf mich. Hue ist nun eher ländlich und somit war’s dann auch nicht mehr weit her mit öffentlichen Verkehrsmitteln um Mitternacht (ok, das sollte auch nicht so einfach in Hanoi sein um diese Uhrzeit…). Auf abenteuerliche Weise und Dank Sina’s umwerfenden Verhandlungsgeschick mit dem heimischen Taxifahrer erreichten wir aber dennoch den Park, wo Sina ein einfaches Häuschen auf dem Gelände bei der Parkverwaltung bewohnt.
Gleich früh am Samstagmorgen machten wir uns per Bustransfer auf den Weg "in die Berge". Wir checkten in unsere Behausung für die Nacht ein und machten uns auf in die Natur. Wir wollten die Zeit meines Aufenthalts zum Wandern nutzen, was trotz der aktuellen Hitze hier in Vietnam möglich ist, weil der Park und die Berge darin bis auf 1.400 m Höhe liegen. Ich kann nun nicht sagen, dass mir kalt gewesen ist, aber es war definitiv angenehmer, als an einem normalen Tag in Hanoi um die Mittagszeit unterwegs zu sein.

Auf 2 Sachen sollte man im Bach Ma Nationalpark allerdings vorbereitet sein: das sind zum einen die Blutegel, die, sobald man stehenbleibt, ständig versuchen an den Schuhen oder Hosenbeinen entlang an die menschliche Haut zu kommen. Die Biester sind echt hartnäckig und es bleibt einem nix anderes übrig, als Vorbeugungsmassnahme die langen (!) Hosen schick in die Socken oder Schuhe zu stopfen. Nicht grad die modischste Variante und man schwitzt auch ein bisschen um die Beine herum, aber lieber so als diese Blutsauger nach dem Wandern vom Körper abzusammeln…
Zum 2. ist die Gegend um Bach Ma bekannt für viel Niederschlag und der liess, vor allem in den höheren Lagen, auch nicht lange auf sich warten. Ja, und es kam gut was runter. Ich, ganz grossstadtmässig , war total unvorbereitet auf diesen Schauer, aber Sina hatte ihren Regenmantel dabei und den warfen wir uns beide über. Naja, und so standen wir dann erstmal eine Weile rum. Aneinander gekauert im Regen. Ich glaub, für Aussenstehende muss das ein durchaus unterhaltsames Bild abgegeben haben.

Aber der Regenguss hörte irgendwann auch wieder auf, ich legte mich trocken und konnte den Rest des Tages, sowie die Wanderung zum Gipfel am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe, bei blauem Himmel und Sonnenschein geniessen. Wir beendeten unsere Wandertour mit dem „5 lakes trail“ wobei ich zwar mächtig von Mücken gepiesackt wurde, was aber die Seen und kleinen Wasserfälle am Flussbett absolut wert waren. Dort im klaren Wasser zu baden und in der Sonne zu liegen waren eine willkommene Belohnung für den Abstieg und ein lohnenswerter Abschluss des Wanderwochenendes. Wie sich nämlich hinterher zeigen sollte, hatte ich im Anschluss 2 Tage lang extremen Muskelkater und meine Bewegungen sahen sehr linkisch aus. Aber dennoch, Bach Ma ist echt eine Reise wert und ich werde sicher bald noch einmal hinfahren! Lieben Dank noch mal für die tolle Zeit bei dir, Sina!

1 Comments:

At 3:53 AM, July 27, 2007, Anonymous Anonymous said...

Moin Trixi,

der bericht uebr die wanderung und die blutegel war sehr anregend... ich komm auch mal rum ;)
alles liebe nach Vietnam!

*wave*

 

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