27. Januar 2007
Wo ich nun grad mal so schön beim Erzählen bin, kann ich ja auch gleich weitermachen.
Nach Bagan gings für mich weiter zum Inle-See. Ich bin mit einem Billigflieger geflogen, da die Strecke mit dem Bus wohl SEHR abenteuerlich sein soll und auch zeitaufwendig ist; ich mit meiner Woche Urlaub aber nicht so viel Zeit hatte.Am Zielflughafen angekommen musste ich erst mal noch ein Taxi nehmen um direkt zu den Orten am See zu kommen. Und an den "Stadttoren" wurde den Touris auch gleich noch 10 US$ abgeknüpft. Einfach nur so, als "Eintrittsgeld" für die Umgebung an sich. Hmm, wenn ich wüsste, das die Einheimischen was von dem Geld abbekommen würde, hätte ich auch kein Problem damit, diese Gebühren zu bezahlen. Aber leider wandert dieses Geld immer nur an die Regierungsstellen.
Der Inle-See ist bekannt für schwimmende Dörfer, die bergige Umgebung und Einbeinruderer. Da die Menschen dort am und förmlich im See leben, ist das auch die Grundlage allen Handelns. Fischfang, Bootstouren und Flusslieferanten sind das tägliche Geschäftsfeld. Und daraus hat sich die Fähigkeit der Einbeinruderer entwickelt. Wie der Name schon sagt, führen diese Leute ihr Boot: auf einem Bein stehend, das Ruder irgendwie in der Kniekehle verhakt. Damit haben sie die Hände frei für Fischernetze.Ganz geheuer sieht einem das nicht aus, denn in den winzigen Nussschalen, wo die drauf stehen und ihre Boote fahren, würde allein unter meinem Gewicht schwanken und kentern. Das ist echt ein Geschick, was die Menschen am Inle-See über Generationen schon den Kleinsten vermitteln.
Ich hab an dem Tag natürlich auch eine Bootsfahrt gemacht und mir dadurch einen guten Eindruck von der Gegend verschaffen können. Die Weite, das Wasser, die Sonne - so soll Urlaub sein!Auch hier wurde man angehalten, an allen möglichen Stopps zu kaufen: von Schaals und Tüchern in Webereien, über geschnitzten Figuren bis hin zu gedrehten Zigarren aus Tabak, der in den Gärten vor Ort angebaut wird, kann man alles kaufen. Und natürlich gibt es auch am Inle-See diverse Pagoden, die zu besuchen sind.
Ich habe am nächsten Tag noch eine Radtour in die Umgebung gemacht. Bisschen radeln in der hügeligen Landschaft war echt eine schöne Abwechslung, wo ich ja hier in Vietnam so gar nicht Rad fahre - viel zu gefährlich im täglichen Strassenverkehr. Aber dort konnte man gut vorwärts kommen. Kaum Mopeds, geschweige denn Taxen. Die Burmesen auf dem Land verkehren noch heute viel mit Pferd und Wagen oder halt wie ich, mit dem Fahrrad, was einem schon das Gefühl gibt, in eine andere Zeit zurückversetzt zu sein.

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