09. Oktober 2006
Den Taifun "Xangsane" (der bei Erreichen des Festlandes von Vietnam nur noch als "Tropensturm" eingeordnet wurde) haben wir gut überstanden. Ich kann sagen, dass wir hier in Hanoi nur wenig davon mitbekommen haben. Das Unwetter hat mehr die zentrale Küstenregion um Hue und Da Nang erreicht und dort auch schwere Schäden verursacht. Die Bilder aus den betroffenen Provinzen zeigen ein ziemliches Chaos. Insgesamt ist es bei uns dagegen verhältnismässig ruhig geblieben. Ich hoffe nur, das die Taifun-Saison insgesamt bald vorbei...
Letzte Woche war ja mit dem "Tag der Wiedervereinigung Deutschlands" unser national day und das wurde auch hier in Hanoi gefeiert.
Da der 03. Oktober aber auch Nationalfeiertag für Südkorea ist, hat man hier die Abmachung getroffen, dass man sich mit den offiziellen Feierlichkeiten jährlich abwechselt. In einem Jahr sind am 03.10. die Deutschen dran, im nächsten Jahr die Koreaner. Und dieses Jahr hatten die Koreaner die Nase vorn. Somit fand der Empfang für die Deutschen einen Tag später, am 04. Oktober statt.
Die deutsche Botschaft hatte ins "Melia"-Hotel geladen und ich hatte den Eindruck, das wirklich alle aus der deutschen Expat-Gemeinde, neben den unzähligen Botschaftsvertretern, Geschäftsleuten und anderen Repräsentanten, dort waren. Ich hatte keine Einladung erhalten (dafür bin ich wohl noch nicht lange genug hier), bin aber als Begleitung von einem Bekannten mitgegangen. Und dem Anlass entsprechend, hatten wir uns alle in feinen Zwirn geworfen...Zuerst gings mit den Nationalhymnen Deutschlands und Vietnams los. Anschliessend hielt der deutsche Botschafter eine Rede (die ich allerdings nicht so schmissig fand) und auch ein Minister der vietnamesischen Regierung sprach ein paar Worte (hmm, hab ich leider auch nicht wirklich viel von mitb
ekommen).Danach wurde das Buffet eröffnet und im Hintergrund liefen deutsche Schlager und Uralt-Hits. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch und wir feierten prächtig, auch wenn sich die Menschenmenge - sehr vietnamesisch - nach dem Essen sehr schnell reduzierte.
Allerdings hatte ich das Gefühl, das man uns gegen 22 Uhr dann auch gern verabschiedet hätte (der Botschafter und die "wichtigen" Leute waren eh schon lange weg). Natürlich gab es aber auch in unserer Runde einige "Steher" und es wurde immer noch ein weiteres "letztes Bier" bestellt. Wo man doch in so netter Runde beisammen war...

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