Trixi in Vietnam

Monday, July 17, 2006


20. Juli 06
Weiter gehts mit dem 2. Teil meines Berichts von unserem Sa Pa-Wochenende.
Die 2. Trekking-Tour in Sa Pa begann bereits am nächsten Morgen um 9 Uhr. Nach dem Frühstück im Hotel wurden wir von unserer Begleiterin abgeholt und - wieder im gewohnten schnellen Tempo - gings los. Die angepeilte Route sollte uns in weitere Bergdörfer nach Lao Chai, Ta Van und Giang Ta Chai führen.

Auch heute führte uns der Weg wieder durch einmalig schöne Landschaften. Und alles bei blauem Himmel und Sonnenschein! Zwischendurch gabs hin und wieder mal eine Pause für uns und immer standen gleich eine Handvoll Kinder in unserer Nähe, die Armbänder, kleine Taschen oder Geldbörsen verkaufen wollten. Die Kinder waren allesamt so niedlich und grinsten uns die ganze Zeit an. Ich glaub, ich hab wirklich noch nie zuvor so viele hübsche Kinder gesehen. Und alle schauten einen immer mit riesengrossen Augen an...

Nur unser Guide mochte uns drei deutschen Mädels wohl nicht so recht. Schon am Vortag war sie eher einsilbig geworden und hat kaum mit uns gesprochen. Das fiel uns aber erst heute auf, weil sie sich mit anderen Touristen (vorzugsweise Jungs) dann doch sehr gern zu unterhalten schien. Hmm, Pecht für uns und so mussten wir uns allein unterhalten.

Der Weg wurde dann immer windiger und steiler und ich war froh, meine festen Schuhe angezogen zu haben. Dennoch gings in flottem Tempo weiter und gegen Mittag brannte die Sonne dann auch schon mächtig. Als wir dann endlich am Fuss des Berges waren und auf einen Fluss trafen, war dies ein willkommender Platz für die nächste Pause. Ein paar von den Touris hüpften auch gleich noch ins Wasser, aber allein mal kurz aus den Schuhen rauszukommen war schon eine Wohltat.

Das nächste Ziel war dann der Ort, wo wir Mittagessen sollten. Ich hatte vom ganzen Rumlaufen mächtig Hunger und verdrückte mein banh trung (Brot mit Rührei) und Obst in Windeseile.
Da merkte ich dann auch erstmals, dass die Sonnencreme am Morgen nicht meinen Nacken erreicht hatte. Aua, aua, da hatte ich mir gut was verbrannt und hatte auch in den nächsten Tagen noch einen Heidenspass damit.
Als es zur letzten Strecke des Tages weiterging, trafen wir gleich noch Frauen der Red Dao Minderheit (s. Foto). Grundsätzlich soll man die Menschen aus Respekt ja nicht fotografieren, aber ich habs dann doch gemacht, weil ich die Kleidung und das ganze Auftreten so beeindruckend fand.

Am Nachmittag erreichten wir dann das Ende der Trekking-Strecke und mit Bussen gings zurück nach Sa Pa, wo wir im Hotel noch Zeit hatten, bevor es später mit dem Bus wieder nach
Cao Lac zum Zug ging.
Am Bahnhof gab es dann wieder das selbe Spielchen wie zwei Abende vorher. Wir hatten Belege für die Rückfahrt, aber keine Tickets. Ich lief wie angestochen im Bahnhof hin und her, denn ich wollte diesen Zug nicht auch noch verpassen.
Irgendwie half uns dann noch noch jemand vom Bahnpersonal und kurz darauf sassen wir im zugewiesenen Abteil des Schlafwagens. Dieses Mal war auch die Klimaanlage erfreulicherweise so eingestellt, dass man nicht das Gefühl hatte, im Gefrierfach zu hocken, was die ganze Sache um einiges angenehmer machte.
Auf der Hinfahrt hatten wir ja noch ewig gesessen und erzählt, aber die Wanderungen hatten doch Spuren hinterlassen und wir legten uns schon bald hin zum Schlafen.
Und kurz nach 5 Uhr morgens erreichten wir Hanoi total verpennt am nächsten Morgen. Zum Glück hatten wir unseren Sprachkurs für den Tag gleich auf später angesetzt, so hatte ich noch Zeit mich etwas auszuschlafen und meinen Sonnenbrand zu pflegen...

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