Trixi in Vietnam

Wednesday, June 28, 2006


28. Juni 06
Auf unserer Fahrt durch die Ha Long Bucht konnten wir dann eine Umgebung wie im Bilderbuch sehen. Es war unbeschreiblich und einfach wunderschön. Die vielen unterschiedlichen, steilen "Berge" im Wasser bilden eine bizarre See-Landschaft.
Jedenfalls schipperten wir bei blauem Himmel und tollem Sonnenschein stundenlang durch die Bucht und genossen einfach nur die vielen schönen Eindrücke um uns herum.

Gegen 17 Uhr hatten wir die Möglichkeit vom Boot zu gehen und entweder Kayak zu fahren oder in der Bucht schwimmen zu gehen. Da es mal wieder unglaublich warm gewesen war, entschieden wir uns fürs Baden, was eine echte Wohltat war.
Allerdings waren wir Westler die Einzigen, die sich mit altmodischen Schwimmbewegungen etwas weiter ins tiefere Wasser vortrauten. Ich habe gehört, daß viele Vietnamesen angeblich nicht schwimmen können. Obwohl mir das angesichts der fast 1700 km Küstenlänge Vietnam`s schon sehr mysteriös erscheint.

Zurück an board konnten wir dann auch unsere Zimmer (insgesamt waren wir 12 Personen) für die Übernachtung auf dem Boot in Augenschein nehmen und welche Freude: zu unserer grossen Überraschung waren die Zimmer sehr luxuriös und komfortabel eingerichtet. Schöne Bambusmöbel und sogar ein Bad mit Dusche und WC auf jedem Zimmer. Damit hatten wir ja gar nicht gerechnet. Wer also mal die Gelegenheit bekommt, auf einem Boot zu nächtigen, sollte dies unbedingt nutzen; anstatt wie sonst im Hotel zu bleiben.

Zum Abendessen erreichte das Schiff dann auch die "Haltestelle" in der Bucht für die kommende Nacht. Um uns herum lagen natürlich noch weitere Boote vor Anker. Es war - im Gegensatz zum gewohnten Lärm in Hanoi - unglaublich ruhig und der Abend brachte eine angenehme Brise, so das man auch nach dem Abendessen noch gemütlich auf dem Oberdeck sitzen konnte.
Und auch wenn wir fern ab der nächsten Stadt waren, so gab es auch auf dem Boot die momentan allgegenwärtige WM-Stimmung und mit verschneitem Empfang konnten wir, zusammen mit der unglaublich netten und gastfreundlichen Crew, das abendliche Fussballspiel im TV verfolgen (auch wenn das Bild zeitweise so verzehrt war, daß man das Gefühl hatte, die Spieler würden immer 2 Bällen nachlaufen).

Die Nacht an Board verlief, was das Schaukeln des Kahns auf dem Wasser anging, erstaunlicherweise äusserst ruhig. Aber da wir unter Deck schliefen, hielt sich ein ständig leichter Dieselgeruch und eine stehende Wärme im Raum. Es war ein bisschen wie Schlafen neben einer Tankstelle. Daher sahen wir am nächsten Morgen beim Frühstück alle gleich verpennt bzw. fertig aus. Vielleicht hätte ich doch dem ersten Impuls folgen und in den Sonnenstühlen auf dem Oberdeck schlafen sollen...

Auf alle Fälle war der Aufenthalt auf dem Boot eine tolle Gelegenheit gewesen, die ganze Natur und Einzigartigkeit der Ha Long Bay ausgiebig auf sich wirken zu lassen...
Nach einer weiteren Möglichkeit zum Schwimmen - direkt vom Boot aus! - steuerten wir wieder unseren Ausgangshafen Ha Long City an, wo es am frühen Nachmittag zurück nach Hanoi ging, wo mir der Kontrast zwischen Stadt und Land natürlich zum gerade Erlebten besonders stark auffiel. Aber ich freute mich doch auch, wieder zurück in "meiner" Stadt zu sein.

1 Comments:

At 8:03 PM, June 29, 2006, Anonymous Anonymous said...

Wow, Du siehst aber happy aus! Naja, ein wenig Neid kann einen da schon packen...

 

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