Trixi in Vietnam

Monday, June 26, 2006

26. Juni 06
Kaum zu glauben, aber heute bin ich schon genau seit 4 Wochen in Vietnam. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht und vor allem, wie schnell man sich an eine neue Umgebung gewöhnt und die gegebenen Umstände adaptiert.

Mein erster Ausflug ins Umland von Hanoi ist dagegen erst eine Woche her. Am vergangenen Wochenende waren wir drei Deutschen aus unserem Programm mit einem hiesigen Reiseveranstalter für zwei Tage in der Ha Long Bucht. Eine Tour dorthin ist sowieso ein Muss für jeden Vietnamurlaub, und da wir bislang noch gar nicht ausserhalb von Hanoi waren, wollten wir durch diese Fahrt auch gleich mal etwas von der Umgebung sehen.

Die Ha Long Bucht ist ca. 170 km von Hanoi entfernt und liegt am Ausläufer des Golfs von Tonking im Südchinesischen Meer. In der Bucht gibt es etwa 3000 Felsinseln, die aus dem Wasser ragen. Und einer Legende nach wurden die Inseln in der Bucht von einem riesigen Drachen geschaffen.

Unser Ausflug begann am Samstag (17.06.) früh mit einer schaukeligen 3,5 Stunden Fahrt in einem Minibus mit weiteren 15 Leuten (natürlich alles nur Touries). Als wir Hanoi hinter uns gelassen hatten, fuhren wir an endlosen Reisfeldern entlang. Nach der Ankunft in Ha Long City erwartete uns schon eine - auf alt gemachtes - Dschunke (Holzboot), welches unsere Behausung für die nächsten 24 Stunden sein sollte.

Nachdem unsere Geduld doch sehr auf die Probe gestellt wurde und wir noch ewig im Hafen festhockten, schipperten wir dann gegen 13 Uhr endlich der Bucht entgegen. Unser erster Halt war dann auch gleich eine Insel, und auf dem Programm stand, die beiden Tropfsteinhöhlen "Tien Cung" und "Dau Go" zu besuchen. Tapfer stapften wir also im Gänsemarsch (eine Reisegruppe nach der anderen) in der Mittagshitze zum Eingang der Höhle in der Vorfreude auf eine kühle Auszeit. Aber nix da: auch im Inneren war die Temperatur überraschenderweise gleichbleibend warm.

Tropfsteinhöhlen müssen hier der totale Renner sein, denn es war proppenvoll. Für meinen doch eher schlichten und schnörkellosen Geschmack war mir das Innere dann auch ein bisschen zu bunt beleuchtet. Allerdings war ich begeistert von einer Stelle, wo das Tageslicht durch ein Loch in der Aussenwand in die Höhle fiel und somit das Sonnenlicht einen tollen Kontrast bildete und es ein einmaliges Bild ergab.

Bei der zweiten Höhle streikte ich dann aber. Man konnte durch die Riesenöffnung in der Felswand schon von Aussen reinschauen und nur nochmal mit den Massen durchlaufen wollte ich dann nicht mehr. Also gings wieder zurück aufs Schiff und der beste Teil der Reise begann, denn jetzt fuhren wir richtig in die Bucht mit den vielen verschiedenförmigen Inseln rein...

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