04. Juni 2006
Es ist Sonntag, die Sonne scheint und draussen haelt man es jetzt in der Mittagshitze nicht aus. Da hock ich mich doch gleich noch kurz an den PC und schreib ein paar Zeilen. Mein erstes Wochenende in Hanoi ist leider schon fast wieder rum.
Am Freitag abend haben wir Maedels uns ins Hanoier Nachtleben gestuertzt - und waren doch etwas enttaeuscht. Es gibt zwar einige nette Bars und Kneipen (da sind vorwiegend "tays", sprich Westler - Touris und Expats zu treffen), aber wegen der hiesigen Sperrstunde macht hier ganz viel schon um 11 pm oder Mitternacht zu.
Ueber einige Leute wurden wir dann doch noch ueber andere Locations informiert, und es ist schoen zu wissen, das man doch auch mal laenger als nach Mitternacht ausgehen kann. Vor allem in Anbetracht dessen, dass ich ja doch erstmal ne zeitlang hier verweilen werde.
Gestern, am Samstag, wollten wir dann den grossen Dong Xuan Markt besuchen. Der Markt ist zwar riesig und im ersten Augenblick ist man von der Auswahl an Stoffen, Schuhen, Klamotten, Taschen usw. wie erschlagen.
Mein erstes Ziel waren die Schuhregale, wo es schon wie wild glitzerte und funkelte, weils da Schlappen in allen moeglichen und unmoeglichen Farben und Fertigungen gibt.
Ich werd in den naechsten Monaten wohl einen mega-Verschleiss an Flip-Flopps haben. Fuer lange Touren auf Asphalt sind diese Dinger nicht so wirklich konzipiert. Leider gabs da aber nix in meiner Schuhgroesse (wie erwartet), und die Maennermodelle sagten mir auch nicht zu. Nach kurzen Hosen zu suchen, war dann auch nur minimaler Fun, weil ich mit meiner europaeischen Figur doch nicht so ganz in diese Kindergroessen passe. Ich werde mich in der naechsten Zeit wohl doch nach Stoffen und einem Schneider umschauen, damit ich noch ein paar Klamotten fuer mich bekomme.
Wie auch immer. Nach dieser unerfolgreichen Shoppingtour beschlossen wir, uns nachmittags den Luxus zu geben und schwimmen zu gehen. Da ein Maedel aus unserer Runde nicht so gute Erfahrungen mit oeffentlichen Baedern gemacht hatte, wollten wir in eins der grossen Hotels gehen, wo man auch als nicht-Gast (gegen Gebuehr versteht sich) den Pool nutzen kann.
Im "Melia Hotel" wurden wir dann fuendig und konnten den Aussenpool auf der Dachterasse mit Blick ueber Hanoi geniessen. Das war so genial und entspannend - wie Urlaub!
Am Abend kam es dann zu einem Platzregen mit Gewitter, was zwar nicht wirkliche Kuehle brachte, aber die Luft war etwas angenehmer als am Tag.
Tagsueber ist es okay, wenn der Himmel bedeckt ist. Die Luft ist dann zwar warm und schwuel, aber man kommt zurecht. Sobald aber die Wolken aufbrechen und die Sonne rauskommt, haelt man's nicht mehr aus und zu sagen, das man dann sehr schwitzt ist eine blanke Untertreibung.

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